Konzert zur Weltgebetsnacht im Kloster Himmerod/Eifel

Samstag, den 26.9.2020 um 17:00 Uhr

Grundstein legen für die Kirche der Zukunft
vergeben * umarmen * begegnen * handeln * überwinden

…wo dein sanfter Flügel weilt

Werke von Jules Massenet, Antonin Dvorak, Ludwig van Beethoven (zum 250. Geburtstag)

Roswitha Aulenkamp, Klavier Theodor Hoffmeyer, Bariton

Refektorium des Klosters Himmerod ( Großlittgen )
Spenden für die Sudanhilfe erbeten

 

Literatur & Musik im Kloster

Am Freitag, den 26.6.2020 um 19.30 Uhr im Refektorium der Abtei Himmerod.

Vorstellung & Lesung mit Pater Stephan

Roswitha Aulenkamp (Klavier) spielt Werke von Massenet, Beethoven, Chopin und Filmmusik von Nino Rota.

Jubiläumskonzert: 40 Jahre Musikwerkstatt-Klavier und Kinderkonzertreihe

40 Jahre Musikwerkstatt-Klavier und Kinderkonzert-Reihe

27.10.2019, 17:00 Uhr
Museum der Schwalm, Ziegenhain
Gründung und Künstlerische Leitung: Roswitha Aulenkamp
Schirmherr: Landrat Winfried BeckerDie Musikwerkstatt-Klavier in Verbindung mit der Kinderkonzert Reihe ist vor 40 Jahren von der Pianistin und Universitätsdozentin Roswitha Aulenkamp im Stadthallentempelchen in Kassel gegründet worden und ist im Jahr 2000 nach Schwalmstadt, der Heimatstadt Roswitha Aulenkamps, umgezogen.
Fortan war das MUSEUM der SCHWALM die Heimstätte der erfolgreichen Reihe. Oberstes Motto war: „Musik erfahren und erleben“. Neben diesem anspruchsvollen Aspekt geht es natürlich um das gemeinsame Musizieren, eines der sinnvollsten Hobbys in unserer technisierten Welt, um Förderung des musikalischen Nachwuchses und ein Hilfsprojekt.

Die Schülerinnen und Schüler haben verstanden, dass Musik auch völkerverbindend sein kann und sie ist eine Sprache, die jeder versteht, ob schwarz, weiß, rot, gelb – sie kann auch einen helfenden Aspekt erfüllen. Und so gehen die Spenden – statt Eintritt – an Kinder in Not. Diesmal wieder an die Sudan-Hilfe von Pater Stephan vom Kloster Himmerod (Eifel) ohne Verwaltungsaufwand in die Nubaberge (Sudan) und direkt an eine Schule, die mit Spendengeldern erbaut und geleitet wird.

Hilfe zur Selbsthilfe ist hier angesagt. Damit die Kinder wenigstens eine vernünftige Mahlzeit haben, Stoff zum Lernen, und auch die Bezahlung der Lehrer gewährleistet wird, ist das großzügige Spenden lebensnotwendig. Wir wollen unseren Teil – musikalisch – dazu beitragen.

Bei dem Jubiläumskonzert spielen Kinder und Jugendliche von fünf bis 20 Jahren Klaviermusik aus fünf Stilepochen. Seit einigen Jahren wirken auch Gesangsschüler des Ehemannes von Roswitha Aulenkamp, Theodor Hoffmeyer (Opernsänger international) mit. Das ist eine große Bereicherung des gesamten Konzert-Repertoires. Höhepunkte des Klavierprogramms sind Auftritte der Kleinsten (6-8 Jahre), wobei die erst sechsjährige Marlene Kirschner durch das Programm der Kleinsten führt, sowie eigene Improvisationen, gespielt von Lina Klippert.
Schwälmer Kinder in Tracht tanzen zur Klavierfassung des Tanzes „Schwälmer Lieschen“. Einer der berühmtesten Liederzyklen weltweit ist die „Schöne Müllerin“ von Franz Schubert. Aus diesem Zyklus singt der junge Bassbariton Felix Wachter (20) einige Lieder.

Ein besonderes Highlight ist eine CD, die zum Jubiläums-Konzert erscheint. Alle Schülerinnen und Schüler spielen ihre Lieblingsstücke. So lernten die Beteiligten ein Tonstudio und die technischen Möglichkeiten, wie eine CD entsteht, kennen.

Motto: Aus der Region, In der Region, Für die Region.

Schirmherren der Kinderkonzert-Reihe waren die langjährigen Landräte Jürgen Hasheider und Frank-Martin Neupärtl. Seit 2016 ist Landrat Winfried Becker der Schirmherr der Kinderkonzerte.

Im Jahr 1999 gewann der Melsunger Schüler der Musikwerkstatt Klavier, Max Neudecker, den ersten Preis beim 11. Borkener Jugend-Musikwettbewerb. Danach im Jahr 2000 das
Bayreuth-Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes in Kassel.

Im Jahr 2013 wurde Roswitha Aulenkamp für ihr ehrenamtliches Engagement vom damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck in Berlin im Schloss Bellevue geehrt.

Die Reihe ist Mitglied der EPTA (European Piano Teacher Association), sowie des Deutschen Tonkünstler-Verbandes.

Finissage „Klangbilder – Bilder, die man hören kann“

Bericht über das Abschlußkonzert von Roswitha Aulenkamp am 01.11.2018

Roswitha Aulenkamp, gebürtige Ziegenhainerin, Pianistin von Format mit Erfolgen im In- und Ausland (Frankreich, Rußland, Ukraine, Schweden, Marokko, Mexiko), Musikpädagogin an der Uni Kassel, selbst Schöpferin „moderner Musik“, Wiederentdeckerin vergessener Komponistinnen, beendete am 01.11. ihre Ausstellung „Klangbilder“ im Museum der Schwalm mit einem fulminanten Konzert. Das Künstlerische in ihr –familienbedingt– umfaßt nicht nur Musik, sondern auch Malerei. So wurde aus einer Partitur auch schon mal ein Wirbelsturm, so wuchsen Bäume, auch ein Wald, der durchaus die Form eines Flügels haben konnte, Wellen, Berge und die Sonne in vielfältiger Form.


Documenta-Urchef Bode erkannte in der „jungen Wilden“ das Naturtalent, förderte sie, führte sie mit anderen Malern zusammen und so brachen geradezu zwangsläufig die „Klangbilder“ aus ihr heraus. Also „Bilder, die man hören“, aber auch „Musik, die man sehen kann“. In einer Zeit, in der sich Menschen immer mehr spezialisieren, hat sie für sich das alte „Bildungs-und Kunstideal des 18./19. Jahrhunderts“ wieder entdeckt. Sie pflegt es und hat mit Ihrem Mann, Theodor Hoffmeyer, dem Tenor mit internationalen Opernauftritten, ihr altes Fachwerkhaus an der Muhlystraße wieder in ein Haus der „Salonkultur“ mit literarisch/musikalischen Veranstaltungen verwandelt. Kein Wunder, dasß die regionalen „Landrosinen“ sehr schnell auf sie aufmerksam wurden.

Ihr Abschlußkonzert am Donnerstag begann mit einem Ausschnitt der eigenen Komposition „Die Pyramide als Arche Noah“ mit zarten , aber auch dröhnenden Akkorden zu verfremdeten Texten der biblischen „Sintflut-Geschichte“.

In ihrem „Sonnenzyklus“ lernten wir eine Pianistin kennen (und hören), die aus dem Flügel ein Orchester machte, die es streichelte, behutsam umfing, um es dann mit einem Schlegel zu „bearbeiten“, in die Saiten griff und es wie eine Harfe klingen ließ. Der von ihr selbst bespielte Gong unterstrich zart oder volltönend, dominierend oder begleitend, fordernd oder abgrenzend ihr wilden Akkorde, ihre Dissonanzen, aber auch ihre lyrischen Passagen.
Mitunter sah man sogar vier Hände, die spielerisch – teils im Höllentempo – die Tastatur betanzten, beschlugen, auch heftig betrommelten.
Der Gag „Wörter, Wörter, nichts als Wörter – ein Stück für Sprecher und Schreibmaschine im „Duett“ mit Theodor Hoffmeyer nach einem Text von Ludwig Legge (Marburg) – entpuppte sich als virtuoses Zwischenspiel mit dem Phänomen, daß Tasten auch unterschiedliche Tonlagen haben können, besonders wenn sie mit dem Klöppel bearbeitet werden und zum “Manual“ geworden sind.
Roswitha Aulenkamps „J.S. Bachs Präludium C-Dur in eigener Bearbeitung“ zeugte nicht nur vom einfühlsamen Können einer begnadeten Pianistin; es zeigte auch die Macht einer eigenständigen Komposition, die den „Ursprung annehmen“, wie bruchlos „ergänzen, variieren und erweitern“ kann.

Die vom „stehenden Applaus“ eingeforderte Zugabe ließ alle Herzen höher schlagen. Die vom Publikum über Zuruf eingeforderten Titel von Volkliedern wurden von der Künstlerin aus dem Stehgreif zu einer „Volksmusikballade“, ja zu einer regelrechten „Ouvertüre“ geformt und präsentiert, die ihresgleichen sucht. Ein einmaliges Erlebnis für das an
gehaltvollen Veranstaltungen gewohnte Museumspublikum.

Konrad Nachtwey M. A.

Klangbilder – Bilder, die man hören kann

Austellung im Museum der Schwalm. Von und mit Roswitha Aulenkamp, Komponistin und Konzertpianistin im In- und Ausland aus Ziegenhain. Ein echtes schwälmer Kind!

Sonntag, den 7. Oktober 2018 um 11:30 Uhr

Dauer der Austellung: Bis zum 1. November 2018
Finnissage um 19:00 Uhr mit Konzert

Mehr zu dieser Veranstaltung auf der Seite des Museums der Schwalm.

Atelier-Rundgang 2018

Altelier-Rundgang am 22. und 23. September 2018 von 11 bis 18 Uhr mit Atelier-Konzert um 15:00 Uhr zum Thema Musik und Malerei im Casa Aulenkamp.

Roswitha Aulenkamps „Klangbilder“ werden weiterentwickelt, gerahmt und bespielt. Was hat es mit dem Projekt auf sich?

Dazu einige Kurzinfos
Das Künstlerische liegt in er Familie, es gab schon in den Zwanzigern einen Kunstprofessor in Berlin und gibt auch weitere Kunstbegabte und Anverwandte. So wollte R. A. in jungen Jahren immer Musik und Malerei studieren. Bald aber merkte sie, dass Frau und man nur e i n e Sache richtig zustande bringen kann.
Dennoch wurde ihr Leben von Musik u n d Malerei bestimmt besonders durch die Verknüpfung bildender Kunst in den Documenta-Jahren als sie mit verschiedenen Malern z. B. Arnold Bode (Documenta-Schöpfer) zusammenarbeitete. Wahrscheinlich floss zunächst unbewusst das malerisch-graphische in ihre Partituren ein. Bis eines Tages ein Freund meinte, dies seien ja schon Bilder-Partituren. Und so entstand dann bewusst in den letzten 10 Jahren eine Serie von Bildern, „Klangbildern“, die auch schon ausgestellt wurden (Marburg, Berlin). So kann R. A. jetzt bekennen: „Jetzt habe ich mir einen ganz großen Wunsch anders erfüllt.“
Roswitha Aulenkamps ganzes Schaffen ist ein Phänomen.
In einer Zeit, in der sich Menschen immer mehr spezialisieren und zu Fachidioten bilden, schafft sie es, das Bildungs und Kunstideal des 18./19.Jh. wieder zu beleben, als es noch ein Studium Generale gab und Literatur und Kunst und Musik in Zirkeln und Salons als Ganzes gepflegt wurden.
R. A. besitzt diese seltene Begabung bildende Kunst, Musik und Dichtung in eigenem Schaffen miteinander zu verbinden. Anknüpfend an die berühmte Salonkultur des 19.Jahrhunderts hat sie ihr altes Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert für literarisch-musikalische Veranstaltungen geöffnet.

Zu den Bildern
Im Paul Gerhard Stift, einem alten Diakonissenhaus in der Müllerstraße Berlin-Wedding, hat ein Künstler die Kapelle mit Bildern zu bekannten Paul Gerhard Liedern ausgestaltet. Wenn wir uns auch noch singend in diese Glasmalerei vertiefen, können wir einen tieferen Zugang zu den Chorälen gewinnen.
Roswitha Aulenkamp ist auf eine ursprüngliche Art und Weise Vergleichbares gelungen. Aus ihrer reichen Phantasie und Spontanität heraus, vermute ich mal – war es ihr beim Komponieren einfach zu langweilig, ihre Klangideen stur mathematisch auf die abgezirkelten Notenlinien zu setzen. So gestaltete sie schon mal Noten mit Kringeln oder mit herunterhängenden Hälsen, da werden Noten auch mal zur Kaulquappe oder Notenlinien kommen wellenartig in Bewegung und R. A. setzt individuelle, ganz neue Musik-Zeichen in die Welt der strengen Partitur.
Wie gesagt, sie bekam den Anstoß, diesen unbewußten Ansatz bildender Kunst auszubauen und bildgestalterisch weiter zu entwickeln.
Was daraus geworden ist, können wir in dem Bild „Farbenklavier“ bewundern.
Da wachsen auf nüchternen Notenlinien blühende Landschaften oder Noten ergießen sich in Wälder und Seen und zeichnete die Musik in Wind und Wellen, da ballen sich Notenkonglomerate zu Wirbelstürmen zusammen. Und auf einmal sind durch alles hindurch der Umriss eines Flügels mit seiner Klaviatur zu erkennen.
Farbenklavier hält fest, was eigentlich gar nicht fest zu halten und zu fassen ist, wie Roswitha Aulenkamp das Klavier nicht nur spielt, sondern anfeuert, verführt, ausweidet, umfängt und Ungeahntes herausholt.
Diese Vielseitigkeit und Dynamik ihres Spiels ist in den Notenbildern interessant und vortrefflich festgehalten.
Die Bilder sind einerseits ausdrucksstarke Interpretationen der bewegten Musik von R. A., der Hörer erkennt als Betrachter ihre Musik wieder. Und andererseits ziehen sie die Blicke auch desjenigen an, die die Musik von Roswitha Aulenkamp nicht kennen, die Bilder regen die musikalischen inneren Seiten der Betrachter an und bringen eigene Musik in uns selbst zum Hören und Klingen. Es sind Bilder die einen festhalten und immer Neues entdecken lassen.
Wir sind dankbar für ihre Musik und die Klangbilder.

Michael Rannenberg, Berlin