Wofür es sich zu leben lohnt. Philosophische Überlegungen zum Vorwort von Bertrand Russells Autobiographie (1967)

Vortrag mit Joachim Kahl
Sonntag, 10. Februar 2019 um 17:00 Uhr im Casa Aulenkamp.
Eintritt: 15 €

Der kurze Text von weniger als einer Seite wird an alle verteilt und dann in einem Vortrag von etwa vierzig Minuten allgemeinverständlich interpretiert.

Bertrand Russell war einer der großen britischen Denker des zwanzigsten Jahrhunderts, dem wichtige Einsichten zu verdanken sind.

Joachim Kahl ist ein freier Philosoph in Marburg. Seine Grundideen, auch inspiriert von Russell, stehen im Buch „Weltlicher Humanismus.  Eine Philosophie für unsere Zeit“ (2005).

http://www.kahl-marburg.privat.t-online.de

 

Finissage „Klangbilder – Bilder, die man hören kann“

Bericht über das Abschlußkonzert von Roswitha Aulenkamp am 01.11.2018

Roswitha Aulenkamp, gebürtige Ziegenhainerin, Pianistin von Format mit Erfolgen im In- und Ausland (Frankreich, Rußland, Ukraine, Schweden, Marokko, Mexiko), Musikpädagogin an der Uni Kassel, selbst Schöpferin „moderner Musik“, Wiederentdeckerin vergessener Komponistinnen, beendete am 01.11. ihre Ausstellung „Klangbilder“ im Museum der Schwalm mit einem fulminanten Konzert. Das Künstlerische in ihr –familienbedingt– umfaßt nicht nur Musik, sondern auch Malerei. So wurde aus einer Partitur auch schon mal ein Wirbelsturm, so wuchsen Bäume, auch ein Wald, der durchaus die Form eines Flügels haben konnte, Wellen, Berge und die Sonne in vielfältiger Form.


Documenta-Urchef Bode erkannte in der „jungen Wilden“ das Naturtalent, förderte sie, führte sie mit anderen Malern zusammen und so brachen geradezu zwangsläufig die „Klangbilder“ aus ihr heraus. Also „Bilder, die man hören“, aber auch „Musik, die man sehen kann“. In einer Zeit, in der sich Menschen immer mehr spezialisieren, hat sie für sich das alte „Bildungs-und Kunstideal des 18./19. Jahrhunderts“ wieder entdeckt. Sie pflegt es und hat mit Ihrem Mann, Theodor Hoffmeyer, dem Tenor mit internationalen Opernauftritten, ihr altes Fachwerkhaus an der Muhlystraße wieder in ein Haus der „Salonkultur“ mit literarisch/musikalischen Veranstaltungen verwandelt. Kein Wunder, dasß die regionalen „Landrosinen“ sehr schnell auf sie aufmerksam wurden.

Ihr Abschlußkonzert am Donnerstag begann mit einem Ausschnitt der eigenen Komposition „Die Pyramide als Arche Noah“ mit zarten , aber auch dröhnenden Akkorden zu verfremdeten Texten der biblischen „Sintflut-Geschichte“.

In ihrem „Sonnenzyklus“ lernten wir eine Pianistin kennen (und hören), die aus dem Flügel ein Orchester machte, die es streichelte, behutsam umfing, um es dann mit einem Schlegel zu „bearbeiten“, in die Saiten griff und es wie eine Harfe klingen ließ. Der von ihr selbst bespielte Gong unterstrich zart oder volltönend, dominierend oder begleitend, fordernd oder abgrenzend ihr wilden Akkorde, ihre Dissonanzen, aber auch ihre lyrischen Passagen.
Mitunter sah man sogar vier Hände, die spielerisch – teils im Höllentempo – die Tastatur betanzten, beschlugen, auch heftig betrommelten.
Der Gag „Wörter, Wörter, nichts als Wörter – ein Stück für Sprecher und Schreibmaschine im „Duett“ mit Theodor Hoffmeyer nach einem Text von Ludwig Legge (Marburg) – entpuppte sich als virtuoses Zwischenspiel mit dem Phänomen, daß Tasten auch unterschiedliche Tonlagen haben können, besonders wenn sie mit dem Klöppel bearbeitet werden und zum “Manual“ geworden sind.
Roswitha Aulenkamps „J.S. Bachs Präludium C-Dur in eigener Bearbeitung“ zeugte nicht nur vom einfühlsamen Können einer begnadeten Pianistin; es zeigte auch die Macht einer eigenständigen Komposition, die den „Ursprung annehmen“, wie bruchlos „ergänzen, variieren und erweitern“ kann.

Die vom „stehenden Applaus“ eingeforderte Zugabe ließ alle Herzen höher schlagen. Die vom Publikum über Zuruf eingeforderten Titel von Volkliedern wurden von der Künstlerin aus dem Stehgreif zu einer „Volksmusikballade“, ja zu einer regelrechten „Ouvertüre“ geformt und präsentiert, die ihresgleichen sucht. Ein einmaliges Erlebnis für das an
gehaltvollen Veranstaltungen gewohnte Museumspublikum.

Konrad Nachtwey M. A.

Bericht zur Vernissage mit Konzert am 07.10.2018 „Klangbilder – Bilder die man hören kann?“

Vernissage am 07.10.2018 um 11.30 Uhr mit Konzert
„Klangbilder – Bilder die man hören kann?“
So fragte der Museumsleiter zur Begrüßung, um mit feinem Lächeln die zweite Frage anzuschließen, ob man gleichzeitig Pianistin, Komponistin und „Maleristin“ sein kann? Und fuhr fort: „Wenn man eine Roswitha Aulenkamp mit den angeborenen Talenten „ Malen“ und „Musizieren“ ist, wenn man schon früh mit „documenta-Künstlern“, vor allem mit Arnold Bode zusammen gearbeitet hat, dann kann man!! Und er wies mit der Hand ins „kleine Kunstkabinett“ auf ein Plakat aus dem Jahre 1972, den „Wilden Jahren“ also, und empfahl, einen Blick zu riskieren, um Roswitha mit Freunden und nackten Füßen auf einem Flügel bewundern zu können, mit „ nur nackten Füßen“ wohl bemerkt:

Und wer jemals die „Moldau“ gehört hat, so Nachtwey weiter, weiß, dass man Gesehenes – also Bilder hören kann, weil der Komponist das strömende, springende, sanft und heftig fließende, abgebremste und wieder aufschäumende, am Felsen sich brechende Wasser der Moldau in Töne, in Musik umgesetzt hat.

Und dann zeigte sie, die begabte wie faszinierende Künstlerin, ein paar Notenbilder und erklärte, wie „Cluster“ zu Tönen werden und Töne zu „Clustern“ und zelebrierte sie, bevor Sie mit Ihrem in einer Pyramide sitzenden, unsichtbaren Mann Theo die „Arche Noah“ in Sprache und Musik darbot, zart intonierte oder mit Urgewalt die Tastatur bewegte, auf sie einschlug, geradezu hämmerte oder harmonisch streichelte. Ein gespanntes und gebanntes Publikum erlebte eine Pianistin, die vier Hände zu haben schien, hörte man doch Klavier, den Gong, die Trommel und den tongewaltigen „Sonnenzyklus“, den die Gäste als „tanzende“, „ruhende“, „explodierende“ oder „still am Himmel gleitende“, sogar als „doppelte Sonne“ in einer vielfarbigen Serie – harmonisch gehängter Klangbilder – anschließend bewundern konnten.
Es folgten freie eigene Kompositionen, angelehnt an bekannte Motive, die zu stehendem Applaus wie zu Zugaben führten.

Viele der begeisterten Zuhörer erlebten vermutlich zum ersten Mal, wie eine Pianistin nicht nur variantenreich mit der Tastatur umging, die gesamte Hand, auch den Unterarm einsetzte, direkt in die Saiten des Flügels griff, gleichsam eine „liegende Harfe“ aus ihm machte und obendrein mit einem Paukenschlegel das Klavier zum Schlagzeug werden ließ, dessen Schlussakkord der heftig mit beiden Händen zugeschlagene Deckel war.

Klangbilder – Bilder, die man hören kann

Austellung im Museum der Schwalm. Von und mit Roswitha Aulenkamp, Komponistin und Konzertpianistin im In- und Ausland aus Ziegenhain. Ein echtes schwälmer Kind!

Sonntag, den 7. Oktober 2018 um 11:30 Uhr

Dauer der Austellung: Bis zum 1. November 2018
Finnissage um 19:00 Uhr mit Konzert

Mehr zu dieser Veranstaltung auf der Seite des Museums der Schwalm.

Atelier-Rundgang 2018

Altelier-Rundgang am 22. und 23. September 2018 von 11 bis 18 Uhr mit Atelier-Konzert um 15:00 Uhr zum Thema Musik und Malerei im Casa Aulenkamp.

Roswitha Aulenkamps „Klangbilder“ werden weiterentwickelt, gerahmt und bespielt. Was hat es mit dem Projekt auf sich?

Dazu einige Kurzinfos
Das Künstlerische liegt in er Familie, es gab schon in den Zwanzigern einen Kunstprofessor in Berlin und gibt auch weitere Kunstbegabte und Anverwandte. So wollte R. A. in jungen Jahren immer Musik und Malerei studieren. Bald aber merkte sie, dass Frau und man nur e i n e Sache richtig zustande bringen kann.
Dennoch wurde ihr Leben von Musik u n d Malerei bestimmt besonders durch die Verknüpfung bildender Kunst in den Documenta-Jahren als sie mit verschiedenen Malern z. B. Arnold Bode (Documenta-Schöpfer) zusammenarbeitete. Wahrscheinlich floss zunächst unbewusst das malerisch-graphische in ihre Partituren ein. Bis eines Tages ein Freund meinte, dies seien ja schon Bilder-Partituren. Und so entstand dann bewusst in den letzten 10 Jahren eine Serie von Bildern, „Klangbildern“, die auch schon ausgestellt wurden (Marburg, Berlin). So kann R. A. jetzt bekennen: „Jetzt habe ich mir einen ganz großen Wunsch anders erfüllt.“
Roswitha Aulenkamps ganzes Schaffen ist ein Phänomen.
In einer Zeit, in der sich Menschen immer mehr spezialisieren und zu Fachidioten bilden, schafft sie es, das Bildungs und Kunstideal des 18./19.Jh. wieder zu beleben, als es noch ein Studium Generale gab und Literatur und Kunst und Musik in Zirkeln und Salons als Ganzes gepflegt wurden.
R. A. besitzt diese seltene Begabung bildende Kunst, Musik und Dichtung in eigenem Schaffen miteinander zu verbinden. Anknüpfend an die berühmte Salonkultur des 19.Jahrhunderts hat sie ihr altes Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert für literarisch-musikalische Veranstaltungen geöffnet.

Zu den Bildern
Im Paul Gerhard Stift, einem alten Diakonissenhaus in der Müllerstraße Berlin-Wedding, hat ein Künstler die Kapelle mit Bildern zu bekannten Paul Gerhard Liedern ausgestaltet. Wenn wir uns auch noch singend in diese Glasmalerei vertiefen, können wir einen tieferen Zugang zu den Chorälen gewinnen.
Roswitha Aulenkamp ist auf eine ursprüngliche Art und Weise Vergleichbares gelungen. Aus ihrer reichen Phantasie und Spontanität heraus, vermute ich mal – war es ihr beim Komponieren einfach zu langweilig, ihre Klangideen stur mathematisch auf die abgezirkelten Notenlinien zu setzen. So gestaltete sie schon mal Noten mit Kringeln oder mit herunterhängenden Hälsen, da werden Noten auch mal zur Kaulquappe oder Notenlinien kommen wellenartig in Bewegung und R. A. setzt individuelle, ganz neue Musik-Zeichen in die Welt der strengen Partitur.
Wie gesagt, sie bekam den Anstoß, diesen unbewußten Ansatz bildender Kunst auszubauen und bildgestalterisch weiter zu entwickeln.
Was daraus geworden ist, können wir in dem Bild „Farbenklavier“ bewundern.
Da wachsen auf nüchternen Notenlinien blühende Landschaften oder Noten ergießen sich in Wälder und Seen und zeichnete die Musik in Wind und Wellen, da ballen sich Notenkonglomerate zu Wirbelstürmen zusammen. Und auf einmal sind durch alles hindurch der Umriss eines Flügels mit seiner Klaviatur zu erkennen.
Farbenklavier hält fest, was eigentlich gar nicht fest zu halten und zu fassen ist, wie Roswitha Aulenkamp das Klavier nicht nur spielt, sondern anfeuert, verführt, ausweidet, umfängt und Ungeahntes herausholt.
Diese Vielseitigkeit und Dynamik ihres Spiels ist in den Notenbildern interessant und vortrefflich festgehalten.
Die Bilder sind einerseits ausdrucksstarke Interpretationen der bewegten Musik von R. A., der Hörer erkennt als Betrachter ihre Musik wieder. Und andererseits ziehen sie die Blicke auch desjenigen an, die die Musik von Roswitha Aulenkamp nicht kennen, die Bilder regen die musikalischen inneren Seiten der Betrachter an und bringen eigene Musik in uns selbst zum Hören und Klingen. Es sind Bilder die einen festhalten und immer Neues entdecken lassen.
Wir sind dankbar für ihre Musik und die Klangbilder.

Michael Rannenberg, Berlin

Casa Aulenkamp im Kloster Himmerod

Die internationalen Künstler Roswitha Aulenkamp, Klavier und Theodor Hoffmeyer, Opernsänger mit Wohnsitz in Schwalmstadt, sind zu einem gemeinsamen Konzert anläßlich des Internationalen Sudantages in das Kloster Himmerod (Eifel) zum wiederholten Male eingeladen worden.
Am 10. Juli 2018 um 11.30 Uhr geben sie im Refektorium des Klosters ein Benefizkonzert mit dem Titel „Frieden“.
Seit Jahren engagiert sich die Pianistin mit eigenen Konzerten und auch mit der von ihr geleiteten Kinderkonzertreihe im Museum der Schwalm für „Kinder in Not“ im Sudan.

Hilfe für Selbsthilfe ist hier angesagt und so gehen die Spendengelder – auch von anderen Spendern – in den Bau einer Schule und die Bezahlung der Lehrer etc.
Roswitha Aulenkamp spielt Werke von Johann Sebastian Bach, Franz Schubert und Claude Debussy. Der Bariton Theodor Hoffmeyer singt die berühmte Arie des „Posa“ aus der Oper „Don Carlos“ von Giuseppe Verdi: „Per me giunto“.
Der ehemalige Bischof Macran aus dem Sudan wird anwesend sein.

Die Eintrittsgelder gehen sofort an die Sudanhilfe.

Musik und Malerei

Im Casa Aulenkamp in Schwalmstadt-Ziegenhain ist im Moment „Hochsaison“. Roswitha Aulenkamps „Klangbilder“ werden weiterentwickelt, gerahmt und bespielt.
Was hat es mit dem Projekt auf sich?
Dazu einige Kurzinfos:

  • Roswitha Aulenkamp ist gebürtige Hessin aus Ziegenhain (Schwalmstadt)
  • Eine großartige Pianistin mit Konzerten in Deutschland und International, Musikpädagogin
  • Wiederentdeckerin vergessener Komponistinnen
  • Komponistin der Neuen Musik besonders in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern
  • Verbreiterin von Klassischer und Neuer Musik nicht nur in vielen Orten Hessens, sondern auch in Frankreich, Italien, Rußland, Ukraine, Schweden, Syrien, Türkei, Marokko, Österreich, Schweiz und Mexiko

Das Künstlerische liegt in er Familie, es gab schon in den Zwanzigern einen Kunstprofessor in Berlin und gibt auch weitere Kunstbegabte und Anverwandte. So wollte R. A. in jungen Jahren immer Musik und Malerei studieren. Bald aber merkte sie, dass Frau und man nur e i n e Sache richtig zustande bringen kann.
Dennoch wurde ihr Leben von Musik u n d Malerei bestimmt besonders durch die Verknüpfung bildender Kunst in den Documenta-Jahren als sie mit verschiedenen Malern z.B. Arnold Bode (Documenta-Schöpfer ) zusammenarbeitete. Wahrscheinlich floss zunächst unbewusst das malerisch-graphische in ihre Partituren ein. Bis eines Tages ein Freund meinte, dies seien ja schon Bilder-Partituren. Und so entstand dann bewußt in den letzten 10 Jahren eine Serie von Bildern, „Klangbildern“, die auch schon ausgestellt wurden (Marburg, Berlin). So kann R. A. jetzt bekennen: „Jetzt habe ich mir einen ganz großen Wunsch anders erfüllt.“
Roswitha Aulenkamps ganzes Schaffen ist ein Phänomen.
In einer Zeit, in der sich Menschen immer mehr spezialisieren und zu Fachidioten bilden, schafft sie es, das Bildungs und Kunstideal des 18./19.Jh. wieder zu beleben, als es noch ein Studium Generale gab und Literatur und Kunst und Musik in Zirkeln und Salons als Ganzes gepflegt wurden.
R. A. besitzt diese seltene Begabung bildende Kunst, Musik und Dichtung in eigenem Schaffen miteinander zu verbinden. Anknüpfend an die berühmte Salonkultur des 19.Jahrhunderts hat sie ihr altes Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert für literarisch-musikalische Veranstaltungen geöffnet.
Es gibt jeden letzten Samstag im Monat (bis September) von 18 bis 19.00 Uhr Kunstgespräche und musikalische Beispiele zum Thema „Klangbilder“.
Bitte nur mit Anmeldung: 06691-6213 oder 0151 43172907

Zu den Bildern
Im Paul Gerhard Stift, einem alten Diakonissenhaus in der Müllerstraße Berlin-Wedding, hat ein Künstler die Kapelle mit Bildern zu bekannten Paul Gerhard Liedern ausgestaltet. Wenn wir uns auch noch singend in diese Glasmalerei vertiefen, können wir einen tieferen Zugang zu den Chorälen gewinnen.
Roswitha Aulenkamp ist auf eine ursprüngliche Art und Weise Vergleichbares gelungen. Aus ihrer reichen Phantasie und Spontanität heraus, vermute ich mal – war es ihr beim Komponieren einfach zu langweilig, ihre Klangideen stur mathematisch auf die abgezirkelten Notenlinien zu setzen. So gestaltete sie schon mal Noten mit Kringeln oder mit herunterhängenden Hälsen, da werden Noten auch mal zur Kaulquappe oder Notenlinien kommen wellenartig in Bewegung und R.A. setzt individuelle, ganz neue Musik-Zeichen in die Welt der strengen Partitur.
Wie gesagt, sie bekam den Anstoß, diesen unbewußten Ansatz bildender Kunst auszubauen und bildgestalterisch weiter zu entwickeln.
Was daraus geworden ist, können wir in dem Bild „Farbenklavier“ bewundern.
Da wachsen auf nüchternen Notenlinien blühende Landschaften oder Noten ergießen sich in Wälder und Seen und zeichnete die Musik in Wind und Wellen, da ballen sich Notenkonglomerate zu Wirbelstürmen zusammen. Und auf einmal sind durch alles hindurch der Umriss eines Flügels mit seiner Klaviatur zu erkennen.
Farbenklavier hält fest, was eigentlich gar nicht fest zu halten und zu fassen ist, wie Roswitha Aulenkamp das Klavier nicht nur spielt, sondern anfeuert, verführt, ausweidet, umfängt und Ungeahntes herausholt.
Diese Vielseitigkeit und Dynamik ihres Spiels ist in den Notenbildern interessant und vortrefflich festgehalten.
Die Bilder sind einerseits ausdrucksstarke Interpretationen der bewegten Musik von R.A., der Hörer erkennt als Betrachter ihre Musik wieder. Und andererseits ziehen sie die Blicke auch desjenigen an, die die Musik von Roswitha Aulenkamp nicht kennen, die Bilder regen die musikalischen inneren Seiten der Betrachter an und bringen eigene Musik in uns selbst zum Hören und Klingen. Es sind Bilder die einen festhalten und immer Neues entdecken lassen.
Wir sind dankbar für ihre Musik und die Klangbilder.

Michael Rannenberg, Berlin

Benefizkonzert im Museum der Schwalm

Benefizkonzert im Museum der Schwalm, Roswitha Aulenkamp, Theordor Hoffmeyer

PRESSEMITTEILUNG
Kinder und Jugendliche spielen für Kinder in Not
37 Jahre (1979 – 2017) Kinder-und Jugendkonzerte. Eine 37-jährige Erfolgsgeschichte.

Gründung und ehrenamtliche Leitung: Roswitha Aulenkamp
Schirmherr: Winfried Becker

Anfang
Ein ehemaliges Wachtempelchen gegenüber der Stadthalle in Kassel im Jahr 1979. Für die Pianistin Roswitha Aulenkamp hatte sich ein Traum erfüllt. Ein kleines Musikzentrum mit zwei Unterrichtsräumen, einem Vortragssaal mit eigenem Konzertflügel, und weiterer Platz zum Musizieren, Experimentieren, Diskutieren. Konzertieren mit Ausstellungen zum Thema, Vorträgen und Kursen. Im Mittelpunkt steht die musikalische Arbeit mit Kindern: „Musik erfahren und erleben“. Hier entstand die Kinderkonzertreihe vor 37 Jahren. Einige der Veranstaltungen wurden vom Kulturamt der Stadt Kassel unterstützt und gefördert. Auch die Einmaligkeit der Reihe wurde durch einen Förderpreis anerkannt.

Umzug
2001/2002: Ein Kleinod in Ziegenhain, der Schwalm: Das Heimatmuseum, auch Heimat von Roswitha Aulenkamp. Hierher hat die Pianistin die Kinderkonzertreihe bei ihrem Umzug in das dortige Eltern-und Geburtshaus mitgenommen. Jetzt ist das „Museum der Schwalm“ die Heimstätte für die Kinderkonzerte. Schirmherren waren die Landräte Jürgen Hasheider, Frank Martin Neupärtl und aktuell Winfried Becker.

Louis-Spohr-Preis der Stadt Kassel
Ein junger Pianist aus Melsungen, der in der Musikwerkstatt unterrichtet wurde, gewann den Louis-Spohr-Förderpreis der Stadt Kassel und einige andere Schülerinnen und Schüler Preise bei „Jugend musiziert“.

6 Jahrhunderte
Die Kinder-und Jugendlichen spielen Stücke aus sechs Jahrhunderten: Barock, Klassik, Romantik, Impressionismus, Moderne und Neue Musik. Somit war nachhaltig Musik-Kultur in der Ziegenhainer Festung etabliert.

Ehrung
Im Jahr 2015 wurde Roswitha Aulenkamp für ihr auch ehrenamtliches Engagement vom danaligen Bundespräsidenten im Schloss Bellevue in Berlin geehrt.

Literatur & Musik
Roswitha Aulenkamp, die für ihre innovativen Ideen bekannt ist, entwickelte ein neues Konzept der Konzertvermittlung. Sie schrieb eine dreiteilige Geschichte „Eine musikalische Reise nach Afrika“, in der Musik und Text ineinander verwoben werden. Neu ist auch, dass Studierende ihres Mannes, des Opernsängers Thedor Hoffmeyer, aus dessen Opern-und Gesangsstudio beteiligt sind und das Programm mit mit ihren Stimmen erweitern und bereichern.

Mitglied
Roswitha Aulenkamp ist mit ihrer Musikwerkstatt-Klavier Mitglied der EPTA (European Piano Teacher Association) und des VDMK (Verband Deutscher Tonkünstler).

Aktuelles
Am Sonntag, den 26. November findet im Museum der Schwalm das nächste Kinderkonzert statt. Schirmherr ist Winfried Becker. Die künstlerische Leitung hat Roswitha Aulenkamp. Im Bereich Gesang Theodor Hoffmeyer, Opern- und Gesangsstudio. Neu an diesem Konzert ist die Einbeziehung von Harfe und Gesang. Eine interessante Kombination zu dem Pianoforte. Die Gesangssolisten sind Felix Wachter, Bassbariton (17 J.) und Angelina Dietz, Kinderstimme (7 J.), Klara Schmidt, Harfe (9 J.), Lina Sordel-Klippert, Klavier (12 J.) Weitere Interpreten sind im Alter zwischen 5 und 17 Jahren, die Werke von Beethoven, Mozart, Prokofieff, Rossini und Filmmusik spielen. Schwerpunkt ist auch diesmal wieder die musikalische Arbeit mit den kleinsten der Musikwerkstatt -und Kinderklavierschule.

Die Spenden (statt Eintritt) gehen wie fast immer zu armen Menschen in den Sudan, die Pater Stephan vom Kloster Himmerod betreut. Er sorgt dafür, daß die Spenden komplett an die richtige Adresse kommen. Zweimal im Jahr fährt er selbst dorthin und organisiert die „Hilfe zur Selbsthilfe“. Bisher wurde eine Schule gebaut und Lehrer bezahlt. Weitere Gebäude entstehen.

ra